Im Gegensatz zu unserem Kaffee, der als Rohkaffee eingeführt und erst durch uns geröstet und verlesen wird, wodurch er seine endgültige Gestalt erhält, wird der Tee bereits auf den Plantagen im Ursprungsland aufbereitet und schließlich als fertiges Produkt exportiert.
Bereits 2.700 Jahre v. Chr. wurde der Teestrauch in der chinesischen Literatur erwähnt. Etwa 500 n. Chr. brachten buddhistische Mönche den Tee nach Japan und machten ihn zum Nationalgetränk. Um 1600 gelangte der Tee nach Europa und wurde in der Folge für viele Jahre durch das englische Tee-Monopol vertrieben. Mitte des 17. Jh. protestierten amerikanische Bürger gegen die hohe Teesteuer der englischen Kolonialherren. Die Teeladungen von drei eingelaufenen englischen "Teeclippern" wurden über Bord geworfen, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg fand seinen Anfang. Mit der Öffnung des Suezkanals 1869, begann der letztliche Niedergang das englischen Tee-Monopols.
Heute dominieren neben den chinesischen Teesorten vor allem die kräftigen und aromatischen Tees aus Indien und Sri Lanka den europäischen Teemarkt.